In der Welt der Klaviertrios ist es eine Kunst für sich, einen wirklich persönlichen Klang zu erschaffen. Der gebürtige, in Hamburg lebende Armenier Tigran Tatevosyan stellt sich dieser Herausforderung und entpuppt sich als authentischer Geschichtenerzähler mit einer neuen, doch reifen Stimme. Beeinflusst sowohl von der reichen harmonischen, rhythmischen und melodischen Sprache der armenischen Volksmusik, als auch der zeitgenössischen Energie des modernen Jazz hat der klassisch ausgebildete Pianist jahrelang an der Perfektionierung seiner eigenen Verbindung aus beidem gearbeitet. Auf dieser Reise hat er eine Sammlung von Stücken komponiert und gemeistert, die auf „Mer Tan Itev“ (2024) zum Leben erweckt werden.
Doch kein technischer Exhibitionismus überschattet das Wesen und die Aufrichtigkeit von Tigrans bemerkenswerter Kunst, die er bei Live-Auftritten mit einer sympathischen und unprätentiösen Präsentation ergänzt. Seine Liveband besteht aus Omar Rodriguez Calvo am Bass und Amir Bresler an den Drums. Tigran hat bereits auf großen internationalen Festivals gespielt. Unter anderem war er auf der Jazz Baltica 2024 am Timmerndorfer Strand und auf dem Festival Jazz a la calle 2025 in Mercedes/Uruguay zu sehen.
Seit 2020 lebt Tigran in Hamburg, wo er in das Dr. Langner Jazz Master Programm an der HfMT Hamburg aufgenommen wurde. Dort hatte er die Möglichkeit, von Meistern wie Vladyslav Sendecki und Florian Weber zu lernen. Er teilte die Bühne mit u.a. Bob Moses, Nils Landgren, China Moses.Mit seinem Debütalbum „Mer Tan Itev“ („Hinter unserem Haus“) war.
Tigran Tatevosyan als Newcomer:in des Jahres für den Deutschen Jazz Preis 2025 nominiert.
Foto Credits: Bill Frisell © Monica Jane Frisell