Das Silt Quartet um Bassist Luke Stewart zählt zu den spannendsten Formationen der aktuellen US-Jazzszene. Stewart, von DownBeat als einer der einflussreichsten Musiker seiner Generation bezeichnet, ist seit fast zwei Jahrzehnten eine wesentliche prägende Figur der creative music-Szene der Ostküste und darüber hinaus. Mit seinem aktuelles Silt Quartet bietet der einflussreiche Bassist Spiritual Jazz in der Tradition von Albert Ayler. Das bedeutet freie Rhythmen und Grooves mit Anklängen an den Blues seiner Heimat Mississippi. Und viel Raum für Improvisationen für seine Partner Brian Settles (Saxophon), Aquiles Navarro (Trompete) und Gerald Cleaver (Schlagzeug).
Luke Stewart war zuletzt im Quartett des Saxophonisten David Murray (2023) und in der Gruppe Irreversible Entanglements mit Dichterin Moor Mother (2023) bei uns zu Gast. Von seinem Wohnort Brooklyn aus ist Luke Stewart in verschiedenen Funktionen musikalisch tätig: als Kontrabassist und E-Bassist, aber auch als ein einzigartiger Impulsgeber vieler Musikveranstaltungen in New York und Washington, D.C., Autor, Aktivist, Produzent und DJ. Er hat eine allgegenwärtige und mitreißende Kraft in der Musikszene und ist bekannt für die Bands Heroes Are Gang Leaders, Irreversible Entanglements, Blacks’ Myths, Heart of the Ghost und Remembrance Quintet.
Unknown Rivers (2024) ist das dritte Album seines Silt Trios, das auf die selbstveröffentlichten Alben No Trespassing (2020) und The Bottom (Cuneiform, 2022) folgte. Es unterstreicht die ausgefeilte rhythmische Sensibilität der Musiker, die enge dialogische Dynamik und das Bestreben, die Themen durch freie Improvisationen voranzutreiben. Stewart ist ein Meister tiefer Grooves, und sein souveränes und kraftvolles Spiel untermalt und treibt die Dynamik der Band voran.
Foto Credits: Luke Stewart Silt Quartet © Roberto Garofaro