Nach zwei furiosen Studioalben und einem Live-Statement legt die „Supergroup mit zwei Musikern und einer Musikerin, die zu den spannendsten und aktivsten gehören, die die europäische Avantgarde zu bieten hat“ (Jazzthetik), mit Kompress ein weiteres begeisterndes Album vor. Von der Kritik als genresprengend gefeiert und als eine Avantgarde des Klaviertrio-Formats im Jazz bezeichnet, öffnet das Trio verschiedenste Assoziationsräume und zeigt beeindruckend, wie eine Working Band durch tiefes Vertrauen und dadurch furchtfrei sich weiterentwickeln und neue musikalische Wege gehen kann.
Ulrich Stock schreibt in den Liner notes: „Das finde ich am faszinierendsten an diesem Album: das Jetzt. Diese Musik ist sowas von jetzt in ihrer Wachheit, ihrer Nervosität, ihrer Multiperspektivität. Aber in all ihren Poren sitzt das, was war. Es ist da, in ihr drin, feinverteilt, aufgelöst, transzendiert“ und ergänzt: „Bis eben hatte ich mir den Albumtitel Kompress noch als Verdichtet übersetzt, was zweifellos passt: die Welt in einer Scheibe. Aber nun lese ich ihn als Kompresse, als jene Wundauflage, die den von den Zumutungen der Gegenwart Geschundenen hilft, ihren Schmerz zu lindern.“
Fotocredit: Punkt.Vrt.Plastik © Ziga Koritnik