Über die Frage, was Jazz ist und was nicht, wird immer mal wieder heiß diskutiert. Keine Fragen gibt es bei den Platten, die das Label Blue Note Records in den 50er und 60er Jahren vorgelegt hat. Mehr Jazz geht kaum.
Der Produzent und Gründer des Labels Alfred Lion – ein aus Berlin nach New York emigrierter Jude – hat es geschafft einen Sound zu kreieren, in dem die jazztypischen Elemente Swing, Blues und Improvisation perfekt miteinander verschmelzen. Gelungen ist dies, indem den Musikerinnen und Musikern optimale Aufnahmebedingungen, viel kreative Freiheit und Einfluss auf alle Schritte der Plattenproduktion gewährt wurden. Die so entstandenen Aufnahmen etwa von Art Blakey, Horace Silver, John Coltrane, Sheila Jordan und Lee Morgan füllen noch heute die Jazz-Playlists der Streaminganbieter und Radiostationen.
Doch so schön die Aufnahmen auch sind, eine ganz besondere Wirkung entfaltet diese Musik erst, wenn sie live im Club gespielt wird. Zu diesem Zweck hat der Kölner Saxophonist Ole Sinell eine hochkarätig besetzte deutsch-US-amerikanische Band zusammengestellt. Die fünf studierten Kenner des Blue Note Sounds feiern den Jazz (und die transatlantischen Beziehungen!).
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Ole Sinell © Andreas Bachmann, Cliff Schmitt © Hans-Joachim Maquet, andere © Artists